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Hat KI Ihr Betriebsmodell bereits verändert? Oder befinden Sie sich noch in der Erweiterungsphase?

21. Aug.
2 Min. Lesezeit

Organisationen messen ihren Erfolg weiterhin anhand von Automatisierungsraten, Effizienzsteigerungen und Mitarbeiterzuwachs. Diese Ergebnisse sind zwar wichtig, erfassen aber nicht vollständig, wo die wirklich bedeutenden Veränderungen beginnen.


Künstliche Intelligenz beeinflusst zunehmend, wie Informationen, Entscheidungen und Arbeitsprozesse in Organisationen ablaufen. Daher verlagert sich der Fokus von einzelnen Anwendungsfällen hin zu Betriebsmodellen.


Von der Funktionsoptimierung zur Betriebsmodelloptimierung

Jahrzehntelang wurden Organisationen funktionsorientiert strukturiert. Vertrieb, Marketing, operative Bereiche, Kundenservice, Produktentwicklung und Finanzen entwickelten jeweils ihre eigenen Systeme, Prozesse und Leistungskennzahlen. Diese Struktur schuf zwar funktionale Verantwortlichkeit, schränkte aber häufig die Transparenz im gesamten Unternehmen ein.


Die meisten Unternehmen leiden heutzutage nicht unter Datenmangel. Im Gegenteil, sie haben oft das gegenteilige Problem. Schwierig bleibt es jedoch, zu verstehen, wie sich Aktivitäten über verschiedene Funktionen hinweg gegenseitig beeinflussen, wo sich Komplexität anhäuft und welche operativen Reibungspunkte letztendlich die Unternehmensleistung beeinträchtigen.


Warum Technologieanbieter konvergieren

Eine der interessantesten Entwicklungen ist, dass Technologieanbieter offenbar vor vielen ähnlichen Herausforderungen stehen wie ihre Kunden. Da Softwarekategorien immer stärker miteinander verschmelzen, erweitern Anbieter ihr Angebot über traditionelle Produktgrenzen hinaus, um ein stärker vernetztes Bild des Unternehmens zu zeichnen.


CRM-Anbieter erweitern ihr Angebot um Automatisierung, künstliche Intelligenz und Workflow-Management. Workflow-Plattformen rücken näher an Initiativen zur digitalen Transformation heran. KI-Anbieter fungieren zunehmend als Orchestrierungsschnittstellen über verschiedene Systeme und Datenumgebungen hinweg.


Bei diesem Wandel geht es weniger um die Erweiterung des Produktportfolios als vielmehr um einen verbesserten Kontextzugriff im gesamten Unternehmen. Der Wert von KI steigt deutlich, wenn sie auf Informationen über Workflows, Systeme und Funktionsgrenzen hinweg zugreifen kann. Dies hat die Nachfrage nach Integrationen, Ökosystempartnerschaften, Akquisitionen und umfassenderen Plattformstrategien zur Verbesserung der organisatorischen Transparenz erhöht.


Der Mythos der Plattformkonsolidierung

Ein Großteil der Marktdiskussion konzentriert sich weiterhin auf die Konsolidierung von Plattformen. In der Praxis bewegen sich die meisten Organisationen jedoch nicht hin zu einer einheitlichen Plattformumgebung, sondern hin zu einer einheitlichen operativen Sichtweise.


Best-of-Breed-Strategien bleiben weiterhin hochrelevant, insbesondere in komplexen Organisationen, in denen die Anforderungen je nach Funktion stark variieren.


Die Herausforderung besteht daher weniger in der Reduzierung des Technologie-Stacks, sondern vielmehr in der Verbesserung der Transparenz über die verschiedenen Technologien hinweg. Infolgedessen konzentrieren sich Investitionen zunehmend auf Orchestrierung, Interoperabilität, Workflow-Integration und Datenkonnektivität anstatt allein auf die Standardisierung von Plattformen. Unternehmen streben nicht unbedingt nach weniger Tools. Sie wollen vielmehr ein besseres Verständnis dafür gewinnen, wie Arbeit, Informationen und Entscheidungen im gesamten Unternehmen fließen.


Der nächste Wettbewerbsvorteil

Viele Organisationen konzentrieren sich nach wie vor auf Produktivitätssteigerungen. Das größere Potenzial scheint jedoch auf der Workflow-Ebene zu liegen, wo Transparenz genutzt werden kann, um Koordination, Entscheidungsfindung und Ausführung funktionsübergreifend zu verbessern.


Eine besondere Stärke der KI liegt darin, operative Schwächen aufzudecken, die seit Jahren bestehen. Mangelhafte Datenqualität, inkonsistente Prozesse, fragmentierte Zuständigkeiten und unzusammenhängende Systeme lassen sich deutlich schwerer ignorieren, sobald Unternehmen beginnen, sich auf KI-gestützte Ergebnisse zu verlassen.


Tatsächlich profitieren viele Organisationen mehr von Investitionen in saubere Daten, klare Eigentümerstrukturen und vernetzte Arbeitsabläufe als von der Einführung eines weiteren KI-Tools. Die weniger glamourösen Grundlagen gehören nach wie vor zu den wichtigsten.


Eine kleine Erinnerung: Seien Sie freundlich zu Ihren Datenteams. Sie leisten einen weitaus größeren Beitrag zu Ihren Transformationsbemühungen, als den meisten Organisationen bewusst ist.


Fragen? hello@mebu.agency


Wir sind immer einen Schritt voraus. So können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. – MEBÚ

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